Aus der Redaktion
  • Bedürftigen Menschen und Tieren helfen

    TV-Leser spenden bei „Meine Hilfe zählt“ für soziale Projekte wie „Tierteller Eifel“ und „Trierer Tafel“.

    Von Martin Recktenwald

    Jünkerath/Trier Wenn Herrchen oder Frauchen wenig Geld zur Verfügung haben, kann auch für Haustiere der Speiseplan schmaler werden. Mit der Aussage „Haustiere dürfen nicht hungern“ setzt der Verein Tierteller Eifel auf Hilfe für Bedürftige. Seit Anfang dieses Jahres sind die Ehrenamtlichen aktiv - Spenden in der Futter-Sammelbox, Sponsoren und auch die Unterstützung durch „Meine Hilfe zählt“ ermöglichen ihren Einsatz.

    730 Euro haben TV-Leser seit Anfang Juni bereits auf diesem Weg für den Verein eingesetzt. Da die Nachfrage stetig steige, werde das Geld für den Kauf von Feuchtfutter benötigt, hat der Tierteller Eifel e.V. mitgeteilt. Wie sehr ein solches Angebot nachgefragt wird, zeigen die Kundenzahlen: Waren es im Februar beim ersten Öffnen der Ausgabestelle in  Bahnhofstraße 28 in Jünkerath drei Kunden, so wuchs deren Zahl bis zum Juni schon auf 28 an. Gerade in der Eifel gebe es viele Mitbürger, die mit wenig Geld ihre Haustiere versorgen müssen. „Sie hungern eher selber, bevor das Tier hungert. Das darf und muss nicht sein“, meinten die Ehrenamtlichen des Vereins. Wer ihre Arbeit fördern möchte, kann unter der Projektnummer 63017 spenden.

    Freude über den Spendeneinsatz der TV-Leser herrscht auch beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Trier: Die ersten 1080 Euro für das neue Kühlfahrzeug sind zusammen. Es soll für die „Trierer Tafel“, einer Lebensmittel-Ausgabestelle für finanziell Bedürftige, eingesetzt werden. Nur mit dem Kühlfahrzeug könne auch künftig die notwendige Frische der übriggebliebenen Waren garantiert werden, die von Ehrenamtlichen bei Supermärkten für die „Tafel“ abgeholt werden. „Bei der momentanen Hitze tut die Hilfsbereitschaft doppelt gut. Für unsere Fahrer ist das ein wunderbarer Dank für ihre Arbeit“, bedankt sich der SkF für die Spenden. Weitere Unterstützung für das Projekt ist unter der Nummer 63871 möglich.

    Beim Spendenprojekt „Sumia wünscht sich, schmerzfrei gehen zu können“ geht das Engagement ebenfalls weiter. Alleine in dieser Woche wurden 200 Euro gespendet, und auch über einen Trödelmarkt in  Roth an der Our ist im Juli Geld dazugekommen. 5500 Euro fehlen allerdings noch bis zum Erreichen des Spendenziels. Denn die junge, gehörlose Palästinenserin Sumia benötigt noch eine zweite Operation zur Wiederherstellung ihrer Hüfte.

    Die Probleme mit ihrer Hüfte belasten Sumia bereits seit dem Kindesalter: Schmerzen beim Gehen und Balance-Schwierigkeiten sind ständige Begleiter. Die soziale Einrichtung „Lifegate Rehabilition“, bei der die junge Frau im Westjordanland in einer Werkstatt für Keramikkunst arbeitet, hatte deshalb im vergangenen Jahr zur Unterstützung bei einer Operation für Sumia aufgerufen. Über 6000 Euro sind seitdem schon bei „Meine Hilfe zählt“ gespendet worden. Damit nun die medizinische Korrektur an der Hüfte sorgfältig abgeschlossen werden kann, will Lifegate die junge Palästinenserin weiter unterstützen. Bei der Finanzierung der zweiten Operation kann mitgeholfen werden unter der Projektnummer 57672.

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – diesen Sinnspruch hat jetzt der Verein „Autismus Trier“ ins Auge gefasst. Zwar wird für dieses Jahr ein Rückschlag vermeldet: „Leider müssen wir uns eingestehen, dass wir es in 2018 nicht mehr schaffen, die geplante Freizeit durchzuführen – es sind zu viele unerwartete organisatorische Probleme aufgetreten.“ Für die Herbstferien war in Gornhausen eine Ferienfreizeit mit Reittherapie für Kinder und Jugendliche mit und ohne Autismus geplant. Jetzt hat man 2019 als Ausweichtermin im Blick. „Alle an Planung und Vorbereitung beteiligten Kollegen sind aber fest entschlossen, nächstes Jahr dann eine ganz tolle Freizeit auf die Beine zu stellen“, schreibt der Verein. Hierfür hofft man weiterhin auf Spenden und Sponsoren: Bei „Meine Hilfe zählt“ ist das Projekt 59426 noch aktiv.

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  • Nonne gibt 120 Kindern ein Zuhause

    „Meine Hilfe zählt“: Wittlicher Verein Panuves bittet um Spenden für ein Kinderheim im bolivianischen La Paz.

    Von Katja Bernardy

    Wittlich/La Paz In einem engen Tal in den Anden, auf 3600 Metern Höhe, liegt La Paz. Die Stadt ist Sitz der bolivianischen Regierung – und bunt. Das zeigen Fotos, die Mitglieder des Wittlicher Vereins Panuves während mehrerer Besuche in der südamerikanischen Großstadt gemacht haben.

    Wer von einer Reise dorthin berichtet, ist sowohl begeistert als auch schockiert. La Paz hat viele Gesichter: Attraktionen in steilen Straßen der Innenstadt, eine spektakuläre Berglandschaft. Und im bolivianischen La Paz trifft man auf Jungen und Mädchen, die ausgehungert, mutterseelenallein und verwahrlost unter freiem Himmel überleben. Sie gehören zu den geschätzt 100 Millionen Kindern weltweit, die auf der Straße leben und keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie haben. Im Kinderheim „Carlos de Villegas“ finden sie ein Zuhause. Auch Babys, deren Eltern nicht in der Lage sind, sich um ihre Kinder zu kümmern.

    Susanne Teusch aus Wittlich hat vor 15 Jahren Elend und Zufluchtsstätte dieser Kinder mit eigenen Augen gesehen. Begeistert war sie von Schwester Rosario. Die 80-Jährige, grauer Kurzhaarschnitt, randlose Brille, schafft es täglich, 120 Kinder zu ernähren und dafür zu sorgen, dass sie lernen, integriert werden und ein Zuhause haben.

    Dabei muss die gute Seele von La Paz gemeinsam mit ihren Ordensschwestern etliche Hürden meistern: Gitterbettchen, wie man sie aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts kennt, reihen sich aneinander, der Fassadenputz bröckelt, die Sorge, ob auch an diesem Tag genügend Säuglingsmilch gekauft werden kann, ist allgegenwärtig. Denn das Heim wird fast ausschließlich durch Spenden des Wittlicher Vereins Panuves finanziert.

    Susanne Teusch hatte nach ihrer Urlaubsreise mit Gleichgesinnten den Verein gegründet und sammelt seitdem unermüdlich Spenden. Die nächste Aktion findet Mitte September statt. „Großer Flohmarkt am 15. und 16. September im St. Markus-Haus in Wittlich“, steht auf der Homepage von Panuves. Ausrangiertes wie Porzellan oder Bücher wird für den guten Zweck feilgeboten, selbst geköchelte Suppe und selbst gebackener Kuchen verkauft. Der Erlös fließt wie immer zu den Nonnen ins mehr als 10.000 Kilometer Luftlinie entfernte La Paz.

    „Wir haben nur 0,03 Prozent an Verwaltungskosten“, betont Teusch. Das bedeute, dass Spenden eins zu eins ankommen würden. Jeder Euro zähle. Regelmäßig hat sie Kontakt mit Schwester Rosario. Die Bolivianerin schreibt Briefe, listet bis ins kleinste Detail auf, wofür sie das Geld aus Wittlich ausgegeben hat.

    „Aktuell ist die Situation sehr schwierig“, sagt Teusch. Einige soziale Einrichtungen, darunter Kinder- und Altenheime, seien geschlossen worden. Umso mehr Hilfe aus der Region Trier benötigt das Kinderheim, das es schon seit mehr als 100 Jahren gibt. 1909 unterstand es der „Gesellschaft zum Schutz Minderjähriger“. 1951 wurde die Leitung an den katholischen Orden „Schwestern von der Liebe Gottes“ übertragen, dem auch die engagierte Nonne angehört.

    Teusch sagt: „Wir unterstützen das Kinderheim, so lange es geht.“ Was passiert mit 120 Kindern, wenn ihr Zuhause von einem Tag auf den anderen wegbricht?

    Damit die Schwestern weiterhin Säuglingsmilch, Körperpflegemittel, Windeln, Medikamente sowie Unterrichtsmaterial kaufen können, bittet der Verein Panuves TV-Leserinnen und -Leser dringend um Spenden. Insgesamt werden 5000 Euro benötigt.

    Das Projekt „Hilfe für ein Kinderheim in Bolivien“ hat die Nummer 63582.

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  • Den Honig schützen und die Kühlkette meistern

    „Meine Hilfe zählt“ ist aktiv von Imkern im Kongo bis zur Lebensmittelausgabe der Trierer Tafel.

    Von Martin Recktenwald

    Trier Im Regenwald Honig aus der eigenen Bienenzucht ernten oder gegen Europas beste Rollstuhlbasketballer zum Turnier antreten – „Meine Hilfe zählt“ lässt viele Träume wahr werden.

    Besonders vielversprechend sieht es derzeit für die Basketballer der „RSC Rollis Trier“ aus. Für ihre Teilnahme am Eurocup fehlten Anfang des Jahres noch 15 750 Euro – inzwischen ist die Summe bis auf 440 Euro durch Spenden gedeckt. Damit ist es möglich, sowohl für das Qualifikationsturnier als auch für das Finale einen behindertengerechten Bus zu mieten. Die Spieler, ihre Sport-Rollstühle und die Betreuer können also sicher beim Turnier ankommen. Teilnahmegebühren und Unterbringung vor Ort sind ebenfalls durch die Spenden weitgehend gedeckt. Nach der sportlichen Qualifikation in der abgelaufenen Saison ist somit auch die zweite Hürde für das Spielen auf Europa-Niveau gemeistert. Neben der Bundesliga dürfen sich die Trierer Rollstuhlbasketballfans somit in der kommenden Saison auf einen weiteren Höhepunkt freuen.

    Wer das Team der RSC Rollis noch für den Eurocup unterstützen möchte: Das Projekt läuft noch unter der Nummer 60380 weiter.

    Erfolge haben auch die neuen Imker im Regenwald am Tshuapafluss im Kongo erzielt. Dank der Schulungen und der angefertigten Bienenkästen – beides unterstützt aus Deutschland – haben die Kleinbauern ihre erste Honigernte erfolgreich abgeschlossen. Das flüssige Gold wird verkauft und erschließt den Regenwaldbewohnern so eine zusätzliche Einnahmequelle. Denn alleine von selbstversorgender Land- und Forstwirtschaft können auch sie heutzutage ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten.

    Während der ersten Honigernte haben sich allerdings einige ungewollte Konkurrenten eingefunden: Insekten aller Art zeigten sich an dem süßen Saft ebenso interessiert wie die Imker. Da in den Häusern im Regenwald keine Fenster eingebaut sind, hatten die Eindringlinge leichtes Spiel. Fürs nächste Mal möchten sich die Menschen einen Vorteil verschaffen und einen Sauberraum für die Honigverarbeitung einrichten. Die Selbsthilfe-Initiative im Kongo wird dabei erneut vom deutschen Verein „konga – Freundeskreis Tshuapa“ unterstützt. Und über „Meine Hilfe zählt“ können alle unter der Projektnummer 51888 miteinsteigen. Erst kürzlich wurden wieder 100 Euro an die Kleinbauern überwiesen, die jetzt den  Bau ihres Honighauses in Angriff nehmen können. Außerdem soll, laut „konga“, die Schutzausrüstung gegen wehrhafte Insekten ergänzt werden.

    Helfen könnte so einfach sein – doch manchmal reicht Einsatzwille alleine nicht aus. Diese Erfahrung haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Trierer Tafel gemacht. Die vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in der Weberbach betriebene Einrichtung möchte in Supermärkten übrig gebliebene Lebensmittel an sozial Bedürftige weitergeben. Doch müssen diese Lebensmittel auch frisch sein. Und hier stößt das Engagement schnell an die Grenzen der notwendigen Sicherheitsvorschriften. Ohne durchgehende Kühlung geht gerade bei den heißen Sommertemperaturen nichts. Und bei der Kühlkette ist das deutsche Lebensmittelrecht sehr streng.

    „Es ist ja richtig, wir möchten ja auch, dass die Lebensmittel in einwandfreiem Zustand ankommen“, sagt ein ehrenamtlicher Fahrer der Tafel. Bloß ohne ein entsprechend ausgestattetes Kühlfahrzeug sei das eben nicht möglich. So wird beispielsweise ein unabhängiges Aggregat in der Ausstattung benötigt. Denn während des Verladevorgangs muss der Motor abgeschaltet sein, damit keine Abgase an die Waren gelangen. Ein solches Spezialfahrzeug kostet allerdings, selbst in gebrauchtem Zustand, eine hohe Summe. Rund 20 000 Euro hat der SkF dafür bereits durch wohltägige Organisationen an Spenden erhalten. Doch es fehlen für den Kauf immer noch 9949 Euro. Daher hoffen die Tafel-Betreiber nun auf die Mithilfe der Bürger. Gespendet werden kann bei „Meine Hilfe zählt“ unter der Projektnummer 63871.

    Den Hürden der Bürokratie hat der Verein „IG Eifelbiker – Biker helfen Kindern“ den Kampf angesagt. Sie wollen sich nicht damit abfinden, dass die Krankenkasse den achtjährigen Tim mit seinen Schwierigkeiten alleine lässt. Konkret geht es um die Finanzierung einer Orthese, die seinen Kopf stützen soll. Denn der kleine Junge aus der Eifel kam mit einer Schädel-Fehlstellung zur Welt. „Schwere Brady-Plagiocephalus mit massiver Schädelbasisrotation und Earshift“, lautete die Diagnose der Ärzte. Daraus folgen unter anderem Koordinationsstörungen und Entwicklungsverzögerungen. „Bei Tim besteht dringend ein Interventionsbedarf mit einer Kopforthese und ständiger Überwachung durch einen spezialisierten Facharzt“, sagen die Eifelbiker.

    Doch die Krankenkasse weigere sich, dieses Hilfsmittel zu bezahlen. Grund seien die Regelungen in Rheinland-Pfalz, in einigen anderen Bundesländern würden solche Dinge durchaus bewilligt. Deswegen möchten die Eifelbiker nun Tim und seine Familie beim Kauf der Kopforthese und dem Stemmen  der  Folgekosten unterstützen.

    Um die für das medizinische Hilfsgerät sowie Arzt- und Therapiekosten noch benötigten rund 5000 Euro zusammenzubekommen, hofft man auf weitere Spender. Bei „Meine Hilfe zählt“ läuft das Projekt unter der Nummer 62577.

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  • Damit der Fressnapf nicht leer bleibt

    Meine Hilfe zählt: Der Verein Tierteller Eifel bittet um Spenden, damit Hunde und Katzen auf dem Land  satt werden.

    Von Katja Bernardy

    Jünkerath  Es ist dem Zufall zu verdanken, dass mehr als 30 Besitzer von Tieren in der Eifel ihre Lieblinge wieder satt bekommen. „Wir waren in Köln zufällig an der Tiertafel vorbeigekommen und begeistert“, erinnert sich Hans-Dieter Budick an den Tag, an dem er die Idee hatte, ein ähnliches Projekt in der Eifel zu starten. Er war der Meinung, „so was wie in Köln“ fehle auf dem Land. Die stets steigende Zahl an Kunden gibt ihm heute recht.

    Im Februar dieses Jahres eröffnete der Verein mit seinen derzeit neun Mitgliedern den Tierteller Eifel in Jünkerath im Landkreis Vulkaneifel. Es kamen anfangs drei Kunden, wie Budick diejenigen nennt, die nicht genug Geld haben, um Futter für ihre Tiere zu kaufen. Vergangene Woche zählte der Vereinsvorsitzende 34 Menschen, die ihre Tiere nicht unterhalten können und eher selbst hungern, bevor der Liebling nichts zum Fressen hat.

    Nachweis der Bedürftigkeit Das Prinzip des Tiertellers gleicht dem der Tiertafeln: Wer zur Futterausgabe kommt, muss nachweisen, dass er sich das Futter nicht leisten kann: Etwa durch eine Bescheinigung vom Jobcenter, vom Arbeitsamt oder mit Hilfe eines Rentenbescheids. Hunde plus  Steuerbescheid müssen mitgebracht werden, bei Katzen genügt eine Bescheinigung etwa vom Tierarzt oder ein Foto mit Kunde und Mieze. Der Tierteller unterstützt maximal drei Tiere, keine neu angeschafften und keine Welpen.

    Pro Tier und Futterausgabe muss ein Euro gezahlt werden. Die Menge an Tierfutter richtet sich nach Größe und Art des Vierbeiners. Es gibt Trocken- und Feuchtfutter, manchmal auch Leckerlis und Zubehör wie Fressnäpfe.

    Freude und Erleichterung Der Gang zur fast kostenfreien Futterausgabe fällt nicht leicht, wissen Budick und seine Frau Luise, die zweite Vorsitzende ist. Besonders berührt hat ihn vergangenen Monat, als die Besitzer von zwei Hunden und einer Katze sich von Gerolstein nach Jünkerath aufgemacht hatten, weil der Fressnapf aus Geldmangel endgültig leer bleiben musste.  „Sie waren  voller Scham und Scheu“, sagt Budick. Vor Freude und Erleichterung weinend hätten sie das Futter entgegengenommen.

    Zusammenarbeit mit Fachleuten Der Tierteller Eifel arbeitet auch mit Fachleuten zusammen: mit den Tierphysiotherapeuten Isabelle Ternes-Kohn und Brigitte Lay. Damit es den Tieren auch gesundheitlich gut gehen soll, ist auf der Internetseite des Vereins zu lesen (www.tiertellereifel.jimdo.com).

    Spendenboxen Damit genügend Futter und auch Zubehör in den Räumen in der Bahnhofstraße 28 in Jünkerath für die hilfsbedürftigen Eifeler Tierhalter  bereitsteht, versucht der Verein über mehrere Wege Spenden zu erhalten: Unter anderem können Futter- und Sachspenden persönlich abgegeben werden (siehe Info) und in Hillesheim,  Jünkerath und Gerolstein stehen von Vereinsmitgliedern selbst gebaute Futterspendenboxen in Supermärkten. Sogar Hunderte Kilos an Futter haben namhafte Fachmärkte für Heimtierbedarf schon gespendet. Auch über die  Spendenplattform des Trierischen Volksfreunds „Meine Hilfe zählt“ bittet der Verein  Tierteller Eifel dringend um Unterstützung.  „Haustiere dürfen nicht hungern“ heißt das Projekt, das 1000 Euro benötigt.

    TV-Leserinnen und -Leser können unter der Nummer 63017 spenden, damit kein Hund und keine Katze abgegeben werden muss, weil das Geld für Futter augenblicklich fehlt. Budick weiß, dass Tiere oft der  beste Freund und Anprechpartner einsamer, oftmals älterer Menschen sind. Und der Bedarf in der Eifel steigt stetig.

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  • Unterstützung für  Lebensretter

    Spenden bei „Meine Hilfe zählt“ finanzieren die Jugendarbeit bei Rettungsschwimmern, Tierfreunde und die Renovierung  im KSJ-Haus  Rascheid. 

    Von Martin Recktenwald

    Rascheid/Gillenfeld/Gunderath Passend zur Ferienzeit ist im Jugendhaus der KSJ (Katholische Studierende Jugend) im Hochwaldort Rascheid vieles runderneuert und verschönert worden. Insbesondere im Speisesaal strahlen die Wände in neuer Farbe, weil ehrenamtliche Helfer einiges an Arbeit hereingesteckt haben und TV-Leser mit 350 Euro Spenden das Material bezahlt haben.

    KSJ-Haus in Rascheid Bereits in den vergangenen Monaten haben die Freiwilligen in Rascheid gewirkt, parallel lief seit Dezember 2017 die Unterstützungsaktion bei „Meine Hilfe zählt“. Farbe, Pinsel und Schutzfolien wurden so finanziert, während im Speise- und Aufenthaltsraum schon gestrichen wurde. Ein bisschen was gibt es aber noch zu tun, deshalb hat die KSJ für das letzte August-Wochenende noch eine weitere Arbeitsaktion eingeplant. „Alles was bisher nicht geschafft wurde, wird dann gemeinsam und mit viel Spaß angegangen“, kündigt sie an.

    Zeltlager und Ferienfreizeiten bietet die KSJ Trier regelmäßig an – ein Wikingerlager an Pfingsten und ein Zirkus-Sommerlager waren es beispielsweise in diesem Jahr. Dafür nutzt die KSJ auch die von ihr betreuten Jugendhäuser in Nattenheim (Eifelkreis Bitburg-Prüm) und in Rascheid.

    DLRG Ortsgruppe Gillenfeld  Ob beim Schwimmen oder im Boot – im Wasser lässt sich gerade bei sommerlich heißen Temperaturen eine Menge Spaß haben. Dass diese Freude nicht durch gefährliche Unfälle getrübt wird, dafür ist die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aktiv. Dabei setzen die Retter einerseits auf frühzeitige und fortgesetzte Information über Gefahren und sicherheitsbewusstes Verhalten im und am Wasser. Im Fall der Fälle sind sie aber auch ausgebildet, aktiv Menschen vor dem Ertrinkungstod zu bewahren.

    Das Schlüsselwort dabei lautet „ausgebildet“ und eben dieser Aufgabe hat sich die DLRG-Ortsgruppe in Gillenfeld (Landkreis Vulkaneifel)  in besonderem Maße verschrieben. Bei den Jüngsten fängt es an, getreu eines 1968 vom damaligen Vorsitzenden geprägten Satzes: „Kinder sind als Nichtschwimmer eine ständige Sorge, als Schwimmer aber eine wachsende Freude.“ Mit der Fortbildung zu Rettungsschwimmern wird dann bei interessierten Jugendlichen weiter gearbeitet. Und auch Aktive mit langjähriger Erfahrung lernen bei regelmäßig angebotenen Lehrgängen noch dazu.

    Gefördert wird dieses ehrenamtliche Engagement für Lebensrettung durch „Meine Hilfe zählt“. Rund 1900 Euro sind bereits für das DLRG-Projekt gespendet worden. In Gillenfeld hat man das Geld unter anderem für Einsatzkleidung verwendet, die beim Rettungseinsatz an den Naturbädern der Eifelmaare notwendig ist. „Die letzte Spende ging ein für die Weiterbildung unserer Ausbilder – ein wichtiger Beitrag“, berichtet der Verein über den aktuellen Stand. Lehrgänge, Fachliteratur und Arbeitsmaterial für die Ausbildung stehen noch auf der Liste der Dinge, bei denen man sich über weitere Unterstützung freuen würde. Außerdem würde der Verein gerne ein Schlauchboot für Einsätze außerhalb der abgegrenzten Schwimmbereiche in den Eifelmaaren anschaffen.

    Wer die DLRG bei ihrer Ausbildungsarbeit mit Jugendlichen unterstützen möchte, kann unter der Projektnummer 38445 spenden.

    Verein Eifelkatzen in Not Stetige Unterstützung durch die TV-Leser erhält auch das Projekt „Tierarztbehandlungen“ des Vereins Eifelkatzen in Not: In den vergangenen dreieinhalb Jahren wurden insgesamt 7 550 Euro gespendet.

    Anders als der Vereinsname vermuten ließe, sind die Tierfreunde  auch für Hunde und Co. im Einsatz. Und das nicht nur in der Eifel: Über Freunde und Partner unterstützt der Verein allein gelassene Straßentiere in Rumämien und Ungarn. Als erste Versorgung sind für diese Streuner zumeist Behandlungen beim Tierarzt erforderlich, beispielsweise Befreiung von Parasiten und Kastration. Ebenso kümmern sich der Verein und seine Partner um die seelischen Wunden: Zuwendung und Vertrauen sollen jenen Tieren zurückgegeben werden, die traumatische Erfahrungen erleben mussten.

    Aktuell haben die „Eifelkatzen in Not“ 130 Euro aus dem Spendentopf verwendet, um angefallene Kosten für Kastrationen zu decken. „Liebe Tierfreunde, vielen Dank für eure stetige Unterstützung“, freut sich der Verein über die finanzielle Rückendeckung. Doch die Arbeit gehe weiter, solange es immer noch Tiere gibt, die ausgesetzt werden und verwahrlosen müssen.

    Weitere Spenden unter der Projektnummer 22153 sind deshalb willkommen.

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  • Aktiv am Leben teilnehmen

    „Meine Hilfe zählt“-Projekte räumen Barrieren für Rollstuhlfahrer und benachteiligte Kinder aus dem Weg.

    Von Martin Recktenwald

    Trier/Bitburg/Konz Vom Rollstuhl möchten sich Menschen nicht davon abhalten lassen, aktiv am Leben teilzunehmen. „Meine Hilfe zählt“ unterstützt beim Abbau von Barrieren, die dem im Weg stehen. Zwei Beispiele sind die Eurocup-Teilnahme der Trierer Rollstuhlbasketballer „Doneck Dolphins“ und eine Schaukel für Rollstuhlkinder, die im Westjordanland gebaut wird.

    Der Verein Lifegate Rehabilitation arbeitet seit 1991 im Palästinensergebiet mit behinderten Kindern und jungen Menschen. Deren Stimmen finden in der von Hass, Gewalt und Armut bedrohten Region zumeist wenig Gehör. Aber auch Kinder im Rollstuhl wollen sich einfach mal nur draußen austoben. Orte mit geeigneten Spielgeräten sind allerdings Mangelware. Deshalb möchte Lifegate beim eigenen Spielplatz eine Schaukel aufstellen, die mit dem Rollstuhl befahren werden kann. Damit blieben die Kinder nicht wieder „am Rand stehen“ und dürften „wie alle anderen mitten drin und dabei sein“.

    Das Aufstellen der Rollstuhl-Schaukel kostet vor Ort umgerechnet rund 2000 Euro. Durch „Meine Hilfe zählt“ sind bislang 300 Euro gesichert. Sie wurden laut Lifegate für die erforderliche Bodenvorbereitung und Stabilisierung verwendet. Mit dem Bau der Schaukel könnte nun bald begonnen werden. Wer die Finanzierung des Projekts sichern möchte, kann unter der Projektnummer 54747 weiterhin spenden.

    Was sie auf dem Kasten haben, stellen die Rollstuhlbasketballer des Vereins RSC-Rollis Trier ständig unter Beweis. Ununterbrochen seit 1994 spielt die erste Mannschaft in der Bundesliga. Erst im beim dritten Spiel im Halbfinale der Play-Offs (Duell der besten Vier) mussten sie sich in der laufenden Saison geschlagen geben. Jetzt hat man den Europacup im Blick. Nach den spielerischen sind nun auch die materiellen Voraussetzungen dafür weitegehend geschaffen: 12 310 Euro wurden bereits gespendet, um Bustransfer, Übernachtung und Turniergebühren zu bezahlen. Neben den TV-Leserinnen und –lesern beteiligte sich auch der Behindertensportverband Rheinland-Pfalz mit einer Großspende von 5000 Euro.

    „Die erste Anmeldegebühr sollte ab Juni abbuchbar sein, um die Teilnahme am Qualifikationsturnier zu sichern“, vermeldet der Verein. Auch die eventuell notwendige Anzahlung für einen behindertengerechten Bus, sollte dadurch finanzierbar sein. Lediglich für den zweiten Termin – das eigentliche Finale – fehlt noch ein Restbetrag für die Transportkosten. Hier steht der Austragungsort noch nicht fest, er wird erst später durch Auslosung bestimmt. Benötigt wird für die Fahrt aber auf jeden Fall ein behindertengerechter Bus, der neun Spielern und ihren Sportrollstühlen Platz bietet. Wer den „Dolphins“ dazu Schützenhilfe leisten möchte, kann über die Projektnummer 60380 spenden.

    Niemanden ausschließen – das ist beim Verein „Kinderlachen Eifel“ Leitmotiv. Deswegen bietet man auch in diesem Sommer geförderte Ferienfreizeiten, bei denen auch Kinder aus finanziell schwächer gestellten Familien mitreisen können. Als Rückendeckung hat der Verein über 2100 Euro durch „Meine Hilfe zählt erhalten“.  „Und wieder einmal ist es geschafft und dank Ihrer und Eurer Spenden können wieder einige Kinder mit Kinderlachen-Eifel  ein paar wundervolle Urlaubstage in einer Ferienfreizeit verbringen“, bedanken sich die Organisatoren. Mit dem Geld werden unter anderem Plätze für Kinder im Ferienlager in Ernzen und bei einer Freizeit in Innsbruck finanziert. Zusätzliche Plätze können weiterhin gefördert werden über die Projektnummer 59083.

    Hilfe für angehende Helfer wird in Konz benötigt. Bei der „Johanniter Jugend  Regionalverband Trier-Mosel“ hat sich eine aktive Nachwuchsgruppe zusammengefunden. Rund ein Dutzend Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 13 Jahren treffen sich jeden Montag in der  evangelischen Kirche in Konz-Karthaus und beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit dem Thema Notfallhilfe. Schon jetzt sind sie beim Schulsanitätsdienst und im Alltag als Ersthelfer im Einsatz. Bei der Johanniter Unfallhilfe hofft man, dass einige ihr erlerntes Wissen später einmal beim Rettungsdienst einbringen werden.

    Da Übung bekanntlich den Meister macht, möchte die Jugendgruppe auch an simulierten Einsätzen befreundeter Johanniter-Verbände teilnehmen. An neuen Orten wie einem Baggersee lassen sich neue Rettungsszenarien trainieren. Eine Übernachtungsmöglichkeit durch eigene Feldbetten wäre dafür eine gleichzeitig sinnvolle wie freude­spendende Anschaffung. Auch eine einheitliche Kleidung mit aufgedrucktem Logo und eine gemeinsame Sommerfreizeit könnten das Wir-Gefühl stärken. Für diese Ideen hoffen die jungen Retterinnen und Retter auf Unterstützung: Bei „Meine Hilfe zählt“ läuft das Projekt unter der Nummer 58203.

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  • Am Mittagstisch Gemeinschaft erleben

    Der Mergener Hof braucht eine neue Küche für seine Jugendarbeit und sucht über „Meine Hilfe zählt“ Unterstützung.

    Von Martin Recktenwald

    Trier Am Mittagstisch zur Ruhe kommen, gemeinsam mit anderen ein leckeres und gesundes Essen genießen und locker über den Tag plaudern – für viele ist das keine Selbstverständlichkeit mehr. Aber gerade für Kinder enorm wichtig, stellt das Team im Mergener Hof (MJC) immer wieder fest. An jedem Schultag nutzen zwischen 40 und 45 Kinder das Angebot zum gemeinsamen Mittagstisch mit anschließender Nachmittagsbetreuung in dem Jugend- und Kulturzentrum.

    Es ist eine bunt gemischte Gruppe, die hier beim Essen zusammenkommt. Gäste aus allen Schulformen sind vertreten: von der Förderschule bis zum Gymnasium. „Es ist Teil unseres Konzepts, dass sich hier Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten begegnen, deren Wege sich sonst im Alltag kaum kreuzen“, erläutert MJC-Geschäftsführer Kai Wichmann, dass die Vielfalt gewollt ist. Zwar würden diese Begegnungen auch hin und wieder von Spannungen begleitet. Bei weitem überwiege jedoch die lehrreiche Erfahrung, unterschiedliche Problemstellungen und neue Sichtweisen anderer Kinder kennenzulernen. Nicht zuletzt profitierten davon jene, die in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt zum Mittagstisch vermittelt werden. Geregelte Strukturen und Abläufe sind ihnen aus der eigenen Familie zum Teil völlig unbekannt. „Ein Mittagessen in der Gemeinschaft, zu festen Uhrzeiten, ist da etwas, das Halt vermitteln kann“, meint Wichmann.

    Während der anschließenden Nachmittagsbetreuung gibt es nicht nur pädagogische Angebote. Immer kommt die Gruppe zwischendurch in der Küche zusammen – beispielsweise zum gemeinsamen Kuchenbacken. Und zahlreiche weitere Aktive und Besucher im MJC nutzen die Kochzeile ebenfalls. Bei Konzerten wird Essen fürs Team zubereitet oder für Hoffeste mit Hunderten Besuchern gerührt.

    Das Ganze hat allerdings einen Haken: Dem Ansturm von Engagement aus Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit ist die wenige Quadratmeter große Küche nicht mehr wirklich gewachsen. Vor acht Jahren hatte der Mergener Hof die alte Lehrküche von den Stadtwerken gebraucht übernommen und seitdem stark genutzt. Ein Ofen hat bereits den Geist aufgegeben. Und ein weiterer Unsicherheitsfaktor kommt hinzu. Die Lebensmittelkontrolleure der Stadt seien sehr freundlich und hätten die hygienische Situation gelobt, erzählt Wichmann. Weshalb man eine Betriebserlaubnis erhalten habe. „Aber sie signalisieren auch, dass wir für den Mittagstisch eigentlich eine Gastronomie-Küche bräuchten“, ergänzt er. Bei sich ständig verschärfenden Vorschriften in der Lebensmittelkontrolle sei schwer abzuschätzen, wie lange man noch eine Genehmigung erhalte.

    Eine gastro-taugliche Einrichtung aus Edelstahl kostet allerdings selbst gebraucht eine ganze Stange Geld. Der Mergener Hof ist in der Jugendarbeit als gemeinnütziger Verein aktiv und wird bei seinen laufenden Kosten unter anderem vom Bistum und der Stadt Trier unterstützt. Es sei aber nicht möglich, große Rücklagen, wie für die jetzt geplante Anschaffung, zu bilden und aufgrund der Gemeinnützigkeit auch gesetzlich nur eingeschränkt erlaubt, erläutert Wichmann. Deshalb habe das Haus Kontakt zu Stiftungen und Förderern der Jugendhilfe gesucht und auch einige Zusagen erhalten.  „Der Round Table Club will beispielsweise in diesem Jahr den Erlös von seinem Stand am Altstadtfest spenden“, freut sich der Geschäftsführer.

    Doch insgesamt müssten aktuell noch rund 26 000 Euro zusammengetragen werden. Durch „Meine Hilfe zählt“ hofft man daher, den Unterstützerkreis zu erweitern.

    Gespendet werden kann für die Edelstahlschränke, neue Küchengeräte sowie die Kosten für die Elektro- und Wasserinstallation. Wer die Kinder- und Jugendarbeit rund um Mittagstisch mit Nachmittagsbetreuung am Mergener Hof fördern möchte, hat über die Projektnummer 58895 hierzu die Möglichkeit.

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  • Studierende helfen Flüchtlingen

    „Meine Hilfe zählt“: Angehende Juristen beraten kostenlos Asylbewerber – TV-Leser können die Refugee Law Clinic Trier unterstützen.

    Von Katja Bernardy

    Trier  Seit zwei Jahren helfen auch in Trier Jura-Studenten Geflüchteten, sich im Paragrafendschungel zurechtzufinden. Einer der ersten Mandanten der ehrenamtlichen Berater war Hamza Sayed Abdullah. Als Minderjähriger, ohne Eltern an seiner Seite, ist er vor dem Krieg aus Syrien geflohen. Denn als Heranwachsender wäre er zur Wehrpflicht in der syrischen Armee herangezogen worden und hätte für das Assad-Regime kämpfen müssen. Wer den Dienst verweigert, wird vom Militär verfolgt. Über den Libanon, die Türkei ist er nach Griechenland geflohen und seit 2015 in Deutschland – in Trier. So ist es im Magazin der Refugee Law Clinic Trier zu lesen.

    Seit 2016 gibt es die Refugee Law Clinic (RLC) auch an der Mosel (der TV berichtete) und aktuell in rund weiteren 30 Städten in Deutschland. Hinter den RLC verbergen sich Vereine, die sich zum Ziel gesetzt haben, Flüchtlingen kostenlos zu ihrem Recht zu verhelfen. Denn Menschen wie Hamza Sayed Abdullah, die in einem fremden Land ankommen und Schutz suchen, müssen sich unter anderem in einem Dschungel aus Paragrafen zurechtfinden. Die fremde Sprache macht dies noch schwieriger.

    Weil der junge Syrer, so wie viele Geflüchtete, unsicher war, was mit ihm passieren würde, hatte er sich an die RLC Trier gewandt. Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge war er zu diesem Zeitpunkt bereits angehört worden. Einen Tag bevor er den ersten Beratungstermin mit den Trierer Jura-Studierenden hatte, wurde er als Flüchtling anerkannt. Den Termin hat er trotzdem genutzt. Denn Hamza Sayed Abdullah wollte wissen, wie seine Eltern, die ältere Schwester und der jüngere Bruder, die noch in Damaskus lebten, nach Deutschland nachkommen könnten. Die jungen RLC-Berater haben ihm erklärt, unter welchen Umständen ein Familiennachzug möglich ist, sie haben beim Erstellen eines Visumantrags der Eltern an die deutsche Botschaft in Damaskus geholfen.

    Georg Kuhs ist Vorstandsvorsitzender des Vereins Refugee Law Clinic Trier. „Seit dem Start im Jahr 2016 hatten wir 114 Beratungen“, sagt er. 39 mal sei es um Familienzusammenführung, 20 mal um abgelehnte Asylbescheide, 16 mal um Anhörungsvorbereitungen und 39 mal um sonstige Themen gegangen. Mittlerweile zählt der Verein 180 Mitglieder.

    Die Jura-Studierenden opfern nicht nur ihre Zeit für die Beratungen, sie bilden sich auch freiwillig weiter. Denn alle Vereinsmitglieder, die beraten wollen, müssen ein aus Vorlesungen, Tutorien und Hospitationen bestehendes Ausbildungsprogramm durchlaufen. So erwerben sie die notwendigen theoretischen Kenntnisse im Asyl- und Ausländerrecht, und mit Hilfe der Hospitationen erfahren sie, was die Beratung praktisch bedeutet. Schirmherrin des Ausbildungsprogramms ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

    Vor Kurzem wurde der mittlerweile dritte Ausbildungsdurchgang an der Uni Trier abgeschlossen. 52  Jura-Studierende hatten daran teilgenommen.

    Die RLC-Berater tragen ehrenamtlich und ohne eine Aufwandsentschädigung zu erhalten, dazu bei, dass Geflüchtete die ihnen zustehenden Rechte wahrnehmen können. Die Beratung durch die RLC ist häufig die einzige Form der Unterstützung im Asylverfahren für Geflüchtete.

    Unter dem „Meine Hilfe zählt“-Projekt mit der Nummer 58019 bittet der Trierer Verein um finanzielle Unterstützung, um Büromaterialien und Telefonkosten, die Ausbildung der Berater und etwa den Druck von Flyern und Plakaten bezahlen  zu können. Denn auch Öffentlichkeitsarbeit ist Teil des ehrenamtlichen Engagements. Die angehenden Juristen beziehen, jetzt wo rechtspopulistische und rassistische Töne wieder salonfähiger werden, klar Stellung für Menschlichkeit und gegen Fremdenhass. So steht es auf der Internetseite der TV-Spendenplattform „Meine Hilfe zählt“. Sie treten für die universale Geltung von Menschenrechten ein. „Und befähigen Asylsuchende dazu, diese Rechte wahrzunehmen“, sagt Vorsitzender Georg Kuhs.

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  • Veröffentlicht am 16 Juli 2018
    Ort: Trier, Deutschland, Projektnummer: 63871

    Sozialdienst katholischer Frauen braucht neues Kühlfahrzeug für die Tafel

    • 10%
      finanziert
    • 8.919 EUR
      fehlen noch
    • 5
      Unterstützer

    Helfen könnte so einfach sein…. Tag für Tag transportieren ehrenamtliche Fahrer Lebensmittel von Discountern und Supermärkten in den Weberbach in Trier, wo sie für bedürftige Menschen sortiert werden, damit sie frisch und sauber in die Lebensmittelausgabe kommen.  Das Hauptanliegen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Trierer mehr...

  • Veröffentlicht am 2 Juli 2018
    Ort: La Paz, Bolivien, Projektnummer: 63582

    Hilfe für ein Kinderheim in Bolivien

    • 44%
      finanziert
    • 2.795 EUR
      fehlen noch
    • 15
      Unterstützer

    Panuves e.V. Wittlich, das sind wir, ein eingetragener, gemeinnütziger Verein in Wittlich, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein Kinderheim in La Paz/ Bolivien zu unterstützen. Auf einer Urlaubsreise nach La Paz im Jahr 2003 kam es zu einem persönlichen Kontakt mit dem Kinderheim Carlos de Villegas im Zentrum von La Paz. Das Heim wurde im mehr...

  • Veröffentlicht am 8 Juni 2018
    Ort: Jünkerath, Deutschland, Projektnummer: 63017

    Haustiere dürfen nicht hungern

    • 48%
      finanziert
    • 770 EUR
      fehlen noch
    • 12
      Unterstützer

    Der Tierteller Eifel e.V. wurde gegründet, um hilfebedürtige Mitbürger mit Tieren zu unterstützen, indem diese bei uns Tierfutter, Leckerlis und Zubehör erhalten. mehr...

  • Veröffentlicht am 18 Mai 2018
    Ort: lissendorf - Eifel, Deutschland, Projektnummer: 62577

    Hilfe für Tim ( 48/ 1 -2018 )

    • 5%
      finanziert
    • 4.740 EUR
      fehlen noch
    • 6
      Unterstützer

    Hilfe für Tim ( 48 / 1 - 2018 )Tim ist ein 8 Monate alter Junge aus der Eifel , der bereits bei der Geburt mit nicht normaler Kopfform zur Welt kam.Bei ihm wurde schwere Brady- Plagiocephalus mit massiver Schädelbasisrotation und earshift festgestellt , desweiteren zentrale Koordinationsstörungen,vertebrale Dysfunktionen und stadomotorische mehr...

  • Veröffentlicht am 14 Mai 2018
    Ort: Trier, Deutschland, Projektnummer: 62492

    Spenden für die Tiertafel Trier

    • 88%
      finanziert
    • 175 EUR
      fehlen noch
    • 26
      Unterstützer

    Die Trierer Tiertafel e.V. wurde im Dezember 2017 in Trier gegründet um Mitbürgern zu helfen, die finanziell oder körperlich, kurzfristig oder langfristig nicht in der Lage sind, ihre Haustiere gesund und artgerecht zu ernähren bzw. zu pflegen. mehr...

  • Veröffentlicht am 28 Dezember 2017
    Ort: Trier, Deutschland, Projektnummer: 59617

    Café Welcome- interkultureller Treffpunkt für Einheimische und Geflüchtete

    • 5%
      finanziert
    • 4.260 EUR
      fehlen noch
    • 3
      Unterstützer

    Noch immer nimmt die Situation von Asylsuchenden bzw. Geflüchteten einen bedeutsamen Aspekt vieler gesellschaftlicher und politischer Debatten ein. Unabhängig von Obergrenzen und Verteilungsschlüsseln steht die Gesellschaft vor einer enormen Aufgabe. Die Herausforderung der nächsten Jahre liegt in der sozialen Integration der Menschen, die zu mehr...

  • Veröffentlicht am 18 Dezember 2017
    Ort: Gornhausen, Deutschland, Projektnummer: 59426

    Inklusiver Ferienspaß für Kinder/Jugendliche mit und ohne Autismus

    • 14%
      finanziert
    • 7.300 EUR
      fehlen noch
    • 2
      Unterstützer

    Wir möchten nach einer einjährigen Pause unsere erfolgreiche Ferienfreizeit aus 2015 und 2016 gerne wieder anbieten, da viele Kinder und Eltern uns darum gebeten haben. mehr...

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  • Gesamtbedarf 2.537.483 EUR
  • davon offen 450.594 EUR
  • Gesamtspenden 2.086.889 EUR
  • entspricht 82.2 %
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