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Veröffentlicht am 10 April 2018

Bänke zum Lernen, Honig als Lichtblick

Der Verein Konga Freundeskreis Tshuapa bittet um Spenden, damit Kinder in Zentralafrika lernen und Familien überleben können. Eine neue Initiaitive der Hilfsaktion des Trierischen Volksfreunds.

Von Katja Bernardy

Trier Mitten in Afrika erstreckt sich der zweitgrößte tropische Regenwald der Erde. Wissenschaftler sind fasziniert von dem ausgeklügelten Ökosystem, Umweltschützer  bezeichnen diesen Flecken Erde als grünes Herz Afrikas, Waldvölker als ihr Zuhause. Das Leben im afrikanischen Regenwald hat seine Tücken.

Das Bild, das Mitglieder des  Vereins Konga Freundeskreis Tshuapa vom Wohnen am Tshuapa-Fluss zeichnen, erschüttert: Der Regenwald ist dort reich an Tier- und Pflanzenarten, aber die Menschen sind oft bitterarm. Deshalb fördert und unterstützt der Verein die Bewohner in dieser Region. Wer im Internet nach dem Verein sucht, stößt auf dessen Homepage und auf  zahlreiche Berichte über beispiellose Aktivitäten: von 15 Jahren Partnerschaft mit Regenwaldvölkern am­ ­Tshuapa-Fluss, von Besuchen aus und im Kongo ist die Rede. Von Weihnachtsmarktständen, Straßenaktionen, um auf die Situation Waldvölker aufmerksam zu machen, und von „Meine Hilfe zählt“-Projekten wird berichtet.

Aktuell bittet der Projekt-Verantwortliche Wolfgang Leinen um Spenden für zwei Projekte: Zum einen für sogenannte Elefantenfuß-Schulbänke und zum anderen für die Einführung bäuerlicher Familienimkereien.

Vor fünf Jahren war der Verein mit einem Schulbankprogramm gestartet. Es beinhaltet, dass  Schulen mit stabilen Schulbänken ausgestattet werden. Damit die Kinder nicht mehr im Staub oder auf mitgebrachten Notbehelfen und ohne Schreibunterlage lernen müssen. „Eine robuste Schulbank, vor Ort gefertigt, kostet rund 15 Euro. Darauf haben bis zu vier Kinder Platz“, schreibt Leinen im Blog des „Meine Hilfe zählt“-Projektes.

Neun Schulen am Tshuapa-Fluss, darunter eine Krankenpflegeschule und ein Kinderhilfszentrum, konnten bislang mit den Bänken ausgestattet werden. Die Kinder besuchten nun mit Stolz die Schule, beschreibt Leinen. Selbst im tiefsten Regenwald seien Schuluniformen Pflicht. Die Kinder hüteten ihre Schulkleidung wie einen Schatz. Sie scheinen zu ahnen, dass Bildung der wichtigste Schlüssel zu Entwicklung ist. Allerdings sitzen in rund 280 Schulen, meist in abgelegenen Dorfschulen, immer noch Kinder auf staubigen Böden. Das möchte der Konga Freundeskreis Tshuapa ändern: Eine Schulbank kostet so viel wie ein Kinobesuch mit Popcorn und Limo  in Trier.

Projekt Nummer zwei unterstützt Familien beim Aufbau von Imkereien (der TV berichtete). Abgeschiedenheit, die Folgen eines Krieges um die Jahrtausendwende und daraus folgende Wilderei prägen bis heute das Leben der Menschen am Nebenfluss des Kongos. Traditionelles Jagen ist fast aussichtslos, Epidemien machen Viehhaltung zum Glücksspiel. Der Lichtblick heißt Imkerei. Denn Zucker ist teuer und Honig bei Händlern begehrt. Deshalb unterstützt der Verein eine kongolesische Selbsthilfeorganisation aus Waldbauernfamilien, die Familienimkereien aufbaut.

Bei all seinem Tun bindet der Konga Freundeskreis Tshuapa immer Organisationen und das Können der Menschen vor Ort mit ein. Handwerker der Waldvölker etwa fertigen die Schulbänke an. Die deutschen Vereinsmitglieder beraten, begleiten und unterstützen die Projekte von Organisationen vor Ort im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe und Nachhaltigkeit.

Spender schlagen die sprichwörtlichen zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie helfen, die Lebensbedingungen der Waldvölker im afrikanischen Regenwald zu verbessern, und sie sorgen mit jedem Euro dafür, dass ihre eigenen Kinder bessere Luft zum Atmen haben. Denn  der Regenwald ist das Herz Afrikas und die Lunge der Erde.

TV-Leserinnen und -Leser können für das „Meine Hilfe zählt“-Projekt „Regenwald schützen: Einführung bäuerlicher Familienimkerei im Kongo fördern“ unter der Nummer 51888 und für das Projekt „Elefantenfuß – Schulbänke für Entwicklung im Regenwald“ unter der Nummer 50785 spenden.

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  • Gesamtbedarf 2.538.533 EUR
  • davon offen 441.784 EUR
  • Gesamtspenden 2.096.750 EUR
  • entspricht 82.6 %
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