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Veröffentlicht am 6 Dezember 2016

Regenwaldbewohner im Kongo bauen neue Brücken und bewahren Erinnerung an eigene Geschichte

Doppelte Freude für die Bewohner des Tshuapa-Regenwalds im Kongo: Mehrere Brückenbauten und ein historisches Erinnerungsprojekt sind dank der Spenden bei "Meine Hilfe zählt" jetzt auf dem Weg. Und auch in Trier und der Eifel ist soziales und tierschützendes Engagement gestärkt worden.

"Mit jedem Alten stirbt eine ganze Bibliothek", heißt es beim Volk der Nkole im Regenwald des Kongo. Jahrhundertelang wurde Wissen über die Natur und kulturelle Traditionen nur mündlich weitergegeben. Und in den vergangenen Jahren sind viele Alte gestorben, während die Jungen eher auf die Verlockungen westlicher oder chinesischer Gesellschaftmodelle blicken. Die Geschichte des eigenen Volkes wird in den Schulen nicht mehr gelehrt. So drohen selbst diejenigen den Kontakt zu ihren Wurzeln zu verlieren, die sich in der extrem armen Region überhaupt Bildung leisten können.

Das vom "Konga - Freundeskreis Tshuapa" mit Sitz im saarländischen Losheim geförderte Projekt soll dem Vergessen entgegenwirken. Medizinstudent Joseph Lifala, Sohn eines gleichnamigen Stammesoberhaupts, hat möglichst viele Quellen zur Geschichte seines Volkes zusammengetragen. Durch Befragungen der "lebenden Bibliotheken" sammelte er Wissen, das die Erfahrung unzähliger Generationen widerspiegelt. In einem Buch soll dieses Wissen für die Zukunft gesichert werden. Die Druckvorbereitungen laufen bereits. 52 Dörfer, 80 Schulen, neun staatliche Verwaltungen und 20 kirchliche Einrichtungen in der Region sollen in einem ersten Schritt mit Exemplaren ausgestattet werden. Weitere 50 Ausgaben für zusätzliche Multiplikatoren sowie eine elektronische Archivierung sind ebenfalls finanziert. Der "Konga - Freundeskreis Tshuapa" übernimmt außerdem die Kosten für eine Zweitarchivierung in Deutschland. Möglich wird dieses Vorhaben unter anderem durch die 2 110 Euro, die bei "Meine Hilfe zählt" gespendet wurden.

Dank der TV-Aktion kann ein weiteres Projekt im Kongobecken umgesetzt werden. Die benötigten 3 405 Euro sind für "Brücken bauen im Regenwald" zusammengekommen. "In Kinshasa sitzt der Projektleiter Roger Enyeka auf glühenden Kohlen. Er will schnellstmöglich zurück aus der Hauptstadt in den Tshuapa - Regenwald: natürlich nur mit Motorsäge", berichten die deutschen Unterstützer von "Konga". Die Profi-Säge ist wichtigste Voraussetzung für den Bau der neuen Brücken.

Sicher auf die Märkte

Die Unterstützung aus der Region Trier werde dafür sorgen, dass sich die Lebenssituation der Wald-Bauern bald wesentlich verbessert. Die Familien könnten ihre Erzeugnisse schneller und leichter auf die Märkte bringen, auf sicheren Brücken, ohne teure Fährgebühren zu bezahlen. "Und wenn die Waldbauern ihr Auskommen haben, überlebt auch der Wald", ist man bei "Konga" sicher.

Auf Erstaunen folgte beim "Förderverein Kinderschutzbund Trier" große Freude: Auf einen Schlag war am 1. Dezember das therapeutische Projekt auf einem Reiterhof finanziert. Mit ihrer Spende von 1 500 Euro bei "Meine Hilfe zählt" hat die "Rudolf Heinzkill-Stiftung" alle Kosten abgedeckt. "Worte können nicht zum Ausdruck bringen, was das für uns bedeutet und da bleibt nur zu sagen ,DANKE’", ist die Begeisterung bei den Ausrichtern groß. Auf einem kleinen Reiterhof bei Trier soll das therapeutische Drei-Tage-Programm für sechs bis neun Kinder nun stattfinden. "Mut, sich selbst zu erfahren, sich trauen, sich etwas zutrauen, Ängste überwinden, stolz auf sich sein, etwas geschafft zu haben", lauten die Ziele.

Klettern statt abhängen heißt die Devise bei einer Initiative des Caritasverbandes Westeifel für benachteiligte Jugendliche. Dank Spenden und der Verdopplungsaktion findet nun ein weiterer Sicherungskurs für zwei Jugendliche statt. "Im Januar ist es soweit. Dann heißt es wieder, ran an die Seile und rauf an der Wand!", informiert die Caritas.Die Teilnehmenden zwischen 16 und 24 Jahren sollen durch die Herausforderung an der Kletterwand ihre eigenen Potentiale kennenlernen und zur Aktivität angeregt werden. Denn in ihrem alltäglichen Umfeld begegnen sie allzu häufig nur Motivationslosigkeit und Flucht in virtuelle Welten oder Drogen. Weitere Kurse in der Kletterhalle sind geplant, Unterstützer können unter der Projektnummer 17210 spenden.

Von der Eifel aus engagieren sich Ehrenamtliche gemeinsam mit Partnern in Rumänien und Ungarn für den Tierschutz. Nun wurden weitere Tierarztbehandlungen für im Stich gelassene Katzen und Hunden finanziert. "Wir sind sprachlos und absolut dankbar für eure Hilfe", freuen sich die "Eifelkatzen".
Extra
Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken, abgefragte Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet, der Trierische Volksfreund trägt die kompletten Transferkosten. Insgesamt 100 000 Euro - es ist Geld, das nicht zielgerichtet an Einzelprojekte gespendet wurde - schüttet der TV derzeit in einer Verdopplungsaktion aus. Alle Online-Einzelspenden bis 200 Euro werden automatisch verdoppelt. Dabei kann der Spender über die Plattform www.meine-hilfe-zaehlt.de auch per Einzugsermächtigung spenden.

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