Projektnummer: 26803
Veröffentlicht am: 6 März 2015

Ikela, Demokratische Republik Kongo

Bausteine für die Krankenpflegeschule St. Théophile im Kongo - Regenwald

  • 100%
    finanziert
  • 1
    Unterstützer
Mitten im Regenwald des Kongobeckens liegen die Urwaldmetropole Ikela und der gleichnamige Landkreis mit rund 300.000 Einwohnern verstreut auf 20.000 km2. Zwei Gesundheitszonen mit 2 Krankenhäusern, rund 40 Gesundheitszentren, 60 -posten versorgen die Bevölkerung mehr schlecht als recht. Es mangelt an vielem, nicht zuletzt an Infrastruktur. Kranke müssen oft kilometerweit zur Einrichtung getragen und von ihren Familien versorgt werden. Angehörige und Freunde sammeln Geld, um Behandlung/Medikamente bezahlen zu können.In den Kriegswellen der 90iger Jahre verliessen die Missionare, die als Ärzte und Fachkräfte die Versorgung aufgebaut und sichergestellt hatten, die Einrichtungen; sie kamen nicht wieder. Zurück blieben einheimische Hilfskräfte, die auf sich gestellt versuchten zu retten, wer zu retten war. Aus dieser Zeit erzählen die Leute von Operationen auf dem Küchentisch, sogar auf offenem Feld. 1991 schloss zudem die einzige Schule zur Ausbildung von Krankenpflegern. Nach den Kriegswirren und nach Jahren hat der Staat wieder 4 Ärzte geschickt und mit der Gesundheitsversorgung beauftragt. Die unzureichende Zahl an ausgebildeten Krankenpflegern, die in den abgelegenen Gebieten auch ärztliche Aufgaben übernehmen, blieb ein Problem. Zwar wurden die Mitarbeiter durch Internationale Hilfsorganisationen in mehrwöchigen Schulungen "aufgefrischt"; gleichzeitig waren jedoch diejenigen, die noch eine richtige Ausbildung genossen hatten, alt geworden, viele schon verstorben. Eine sichere Gesundheitsversorgung konnte so nicht gewährleistet werden. Das sah auch die lokale Selbsthilfeorganisation der Waldbauern "Fondation Frère du Paysan" FFPa so und legte 2009 den Grundstein für eine Krankenpflegeschule "ITM St. Théophile", benannt nach einem plötzlich verstorbenen Krankpfleger aus ihren Reihen. Mit 70 Auszubildenden, mehrheitlich Frauen, fing alles an - in einem Provisorium am Krankenhaus von Ikela. Unterstützt wurden die Initiatoren vom Freundeskreis Tshuapa, Vorgänger des heutigen Konga e.V., durch die Bereitstellung einer kleinen medizinischen Fachbibliothek und von gespendetem didaktischem Material. Bald einmal wurden die Räume vom Besitzer zurückgefordert, und so wagte sich die FFPa an einen schlichten Neubau auf eigenem Grundstück. Ein Goldhochzeitspaar aus dem deutschen Freundeskreis verzichtete auf Geschenke und stiftete das Blechdach für das Schulgebäude, damit es dauerhaft vor den tropischen Regengüssen geschützt ist. Die Auszubildenden, ihre Eltern und die Selbsthilfeorganisation helfen mit dem wenigen, was sie zur Verfügung stellen können und unterstützen auch die Lehrer, da der Staat sie (noch) nicht bezahlt. Im fünften Jahr ihres Bestehens konnten 18 Pflegefachkräfte ihre Ausbildung abschliessen und arbeiten erfolgreich in den lokalen Gesundheitseinrichtungen. Der Unterricht findet immer noch im halbfertigen Gebäude statt, da die Eigenmittel zu beschränkt sind. Beeindruckt von der grossartigen Eigenleistung suchen wir Hilfe zum Fertigbauen.

Was benötigt wird
  • Handwerkerkosten

    Die Ehrenamtlichen der Bauernorganisation FFPa und die Schüler samt Elternkomitee tragen bei, was sie können: vom Kies über den Sand bis zum Transport der Holzteile. Für Arbeiten wie das Mauern braucht es aber Fachleute und bescheidene Entlöhnung.
    • 100%
      finanziert
    • 200 EUR
      Gesamtbedarf
  • Holzreagale

    Lokale Handwerker stellen die Regale aus heimischem Holz her. Das bringt saubere Ablageflächen und den Familien in dem sehr armen Waldbauernmilieu einen willkommenen Zuverdienst.
    • 100%
      finanziert
    • 80 EUR
      Gesamtbedarf
  • Fenster

    Die einfachen Fenster werden von örtlichen Schreinern aus lokalem Holz hergestellt. Mit den Türen ist das Gebäude so vor unerwünschten Eindringlingen geschützt. Mit den Arbeiten wird zudem das einheimische Handwerk gefördert.
    • 100%
      finanziert
    • 400 EUR
      Gesamtbedarf
  • Holztüren

    Die Holztüren werden vor Ort gefertigt. Bis jetzt sind die Klassenräume offen. Nicht selten "verirren" sich Ziege & Co in die ungesicherten Räume. Mit den Türen bleiben die in Zukunft draussen und die Klassenräume sauber. Auch Schutz fürs Inventar.
    • 100%
      finanziert
    • 240 EUR
      Gesamtbedarf
  • Zement

    Mit dem Zement können die Fundamente und die Lehmmauern des Gebäudes gegen den tropischen Regen geschützt werden. Die Säcke müssen in Kinshasa gekauft und dann per Schubschiff 1700km den Kongo - und den Tshuapa - Fluss hinauf transportiert werden.
    • 100%
      finanziert
    • 1.200 EUR
      Gesamtbedarf
Blog-Beiträge
  • Veröffentlicht am 6 Mai 2015, 15:01 Uhr

    Die Finanzierung steht!

    Freudige Überraschung: dank einer grosszügigen Spende des "Aicher - Freundeskreises" aus Olching, der Ausbildungsstadt des heute 82 jährigen Pfarrers der von einer tödlichen Malariaepidemie betroffenen Regenwaldpfarrei Yaloya, kann die Krankenpflegeschule im Kongo fertig gebaut werden. Wenn alles klappt, bekommt sie im Sommer zudem Unterstützung durch den Einsatz einer Ärzteorganisation aus Deutschland. Ausgehend von einer enormen mehrjährigen Eigenleistung unserer lokalen Partnerorganisation "Fondation Frère du Paysan" sind die Menschen jetzt jetzt besser gerüstet, um die Krankheitsbekämpfung in die eigenen Hände zu nehmen. Und das Interesse aus dem fernen Deutschland macht Mut und stark für Weiteres... Dazu herzlichen Glückwunsch allen Beteiligten und "Vergelt's Gott" allen Unterstützern! regenwald.leben.mensch  Wer weiter zum Erhalt der grünen Welt - Lunge im Kongo - Becken beitragen möchte: hier gehts zu unserem aktuellen Regenwaldprojekt, das noch weitere Unterstützer sucht: https://www.betterplace.org/de/projects/22881-erinnern-fur-die-zukunft-nkole-volk-im-kongo-regenwald
  • Veröffentlicht am 27 April 2015, 16:47 Uhr

    Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

    Wie wichtig die Krankenpflegeschule St. Théophile im kongolesichen Regenwald ist, zeigt ihr Einsatz gegen die Malaria - Epidemie in der sehr abgelegenen Region von Yaloya, die in nur 1 Jahr das Leben von über 800 Kindern gekostet hat: kaum eine Familie, die nicht betroffen wäre, manche haben bis zu 4 Kinder verloren.  2009 gestartet durch die Selbsthilfeorganisation "Frere du Paysan" ("Bauernfreund" oder auch "Volksfreund" könnte man übersetzen ;) ) haben auf Bitten der leidgeprüften Bevölkerung zwei Absolventen der Schule die Gesundheitsfachkräfte vor Ort unterstützt. Ausserdem hat die Krankenpflegeschule eine Eintrittsklasse am Zentralort der Pfarrei eingerichtet, die seit 17 Jahren von dem mittlerweile 82 jährigen Regensburger Bistumspriester Josef Aicher geleitet wird. Nachdem sich die Malaria tropica als Ursache herausgestellt hatte und nicht etwa Ebola, konnte durch Medikamentenspenden von Unicef und des Aicher - Freundeskreises im bayerischen Olching, sowie durch ein Transfusionsprogramm und Moskitonetze die Kindersterblichkeit massiv gesenkt werden. Der Aicher-Freundeskreis möchte die medizinische Versorgung zudem durch den Einsatz einer Ärzte-Freiwilligenorganisation aus Deutschland stärken. Davon soll auch die Ausbildung der Krankenpfleger profitieren. Zu wissen: für die meist  sehr armen Waldbauernfamilien gibt es keine Krankenversicherung. Alle medizinischen Leistungen und Mittel/Medikamente müssen bezahlt werden - da wird jeder Krankheitsfall zur Katastrophe, auch wenn alle zusammenlegen. Epidemien wie die jetzige überfordern die lokalen Gemeinschaften total und verlaufen deswegen tödlich, wenn nicht Hilfe von aussen kommt. Auch die neu ausgebildeten Krankenpfleger arbeiten erst mal ohne Gehalt. Bis sie auf der staatlichen Liste stehen, vergehen meist Jahre. So muss die lokale Gemeinschaft zusätzlich die Familien der Krankenpfleger ernähren...(Und mit einem staatlichen Gehalt von rund 70 EUR im Monat kann eine Familie selbst im Regenwald nicht leben, dh. der Familienvater muss für zusätzliches Einkommen sorgen...).Es wurden 181,21 € Spendengelder für folgende Bedarfe beantragt:Zement 181,21 €
  • Veröffentlicht am 16 April 2015, 17:47 Uhr

    Osterei

    An Ostern kam die erste Spende ins Projektnest. Und dann haben in einem schweizer Krankenhaus Menschen aus dem Pflegedienst gesammelt für einen Kollegen, der zur Informatik gewechselt ist. Der ist jetzt verantwortlich für das KIS(S) - Klinikinformationssystem und die Krankenpflegeschule im kongolesischen Regenwald um eine "krumme" Spendensumme weiter. Herzlichen Dank an alle Unterstützer!
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Projektverantwortung
W. Leinen

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Organisation
konga - Freundeskreis Tshuapa e.V.
Der "Konga - Freundeskreis Tshuapa e.V.", kurz Konga e.V., versteht sich als Partner lokaler Selbshilfeorganisationen am Tshuapa in der Equateur-Provinz der Demokratischen Republik Kongo. Der "Konga e.V." bietet diesen ein Forum in der deutschen Gesellschaft und eine Plattform zum gegenseitigen Austausch. Er berät, begleitet und unterstützt ihre ... mehr
Web: www.konga-ev.de
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