Projektnummer: 48224
Veröffentlicht am: 31 August 2016

Ikela, Demokratische Republik Kongo

Brücken bauen im Regenwald

  • 100%
    finanziert
  • 12
    Unterstützer
Das Kongobecken liegt im Zentrum des afrik. Kontinents und ist bedeckt mit tropischen Regenwäldern, die etwa 1/4 des Welt-Bestandes ausmachen. Nach dem Amazonas atmet hier die 2.Lunge der Erde und produziert Sauerstoff auch für Kontinente und Länder, die ihre Wälder bereits verloren haben. Dieser Regenwald ist seit Jahrtausenden von Menschen bewohnt. Ureinwohner sind die "Pygmäen", die im Kongo "premiers citoyens", "erste Bürger" heissen. Seit Jahrhunderten besiedeln auch Bantu-Völker die Wälder, die sich als Waldbauern mühen, ihren Familien das Überleben zu sichern. Im Projektgebiet am Tshuapa - Fluss leben in den Territorien Bokungu & Ikela rund 600.000 Menschen, verstreut über 42.000 km2 (so gross wie die Schweiz). Bezahlte Arbeit gibt es selten, die wenigen Kautschukplantagen aus der Kolonialzeit sind oft und monate/jahrelang ausser Betrieb: d.h. die Familien sitzen in den Arbeitercamps der extrem abgelegenen Region fest und müssen ohne Lohn versuchen, ihre Familien durchzubringen: Nahrungsbeschaffung, Krankheitskosten, Kleidung, Schulgeld,... Es gibt keine Versicherung, alles muss bezahlt und gekauft werden. In der Waldwirtschaft werden Mais, Reis, Bohnen, Maniok, Bananen und vieles andere angebaut. Gesammelt werden Pilze, Raupen, Fische, Gemüse, Gewürze. Gejagd wird eher selten, da der jahrzehntelange Krieg, der diese isolierte Region nicht verschonte, das Wild sehr dezimiert hat - auch im angrenzenden Salonga-Nationalpark, dem grössten Tropenwaldnationalpark der Welt. Asphaltierte Strassen gibt es keine, nur Sandpisten, die sich bei Regen in einen schmierigen Untergrund verwandeln, und die vielen Flüsse und Bäche, die den Regenwald durchziehen. Einerseits erleichtern sie die Fortbewegung mittels des traditionellen Einbaums, andererseits stellen sie unüberwindliche Barrieren dar-vor allem für Händler und Bauern auf ihrem Weg zu den Märkten, mit schweren Säcken voller landwirtschaftlicher Produkte auf dem Rücken oder auf dem Fahrrad. Aber auch für Schulkinder,Frauen auf dem Weg zum Feld wird die Überquerung schnell kostspielig: die Einbaum-Fährmänner verlangen natürlich Geld für die Überfahrt. Zudem kann diese gefährlich werden: fast niemand kann schwimmen. So versuchen seit eh und je die Menschen Brücken zu bauen. In der Regel aus Bambus und Stöcken. Nicht sehr haltbar,oft sehr wackelig und abenteuerlich. Viele stabilere Brücken aus der Kolonialzeit wurden im Krieg zerstört oder sind verfallen. Oft ragen nur noch Stümpfe der Brückenpfeiler aus dem Fluss. Um den Waldbauernfamilien zu helfen, hat sich die "Stiftung Bruder des Bauern" in Ikela als Selbsthilfeorganisation gegründet. Sie unterstützt seit Jahren erfolgreich die lokalen Gemeinschaften bei der Verbesserung ihres von extremer Armut geprägten entbehrungsreichen Lebens. So auch im Gebiet der Flüsse Lofome und Mokombe, wo die Dorfgemeinschaften 7 Brücken wiederaufbauen wollen -aus haltbaren Hartholzstämmen. Um die schwere Arbeit etwas zu erleichtern,könnte ihnen eine Motorsäge helfen.

Was benötigt wird
  • Reisekostenbeitrag Pojektleiter (Kinshasa - Ikela)

    Roger Enyeka,Gründer der Selbsthilfeorganisation FFPA Ikela,arbeitet seit über 3 Jahrzehnten im Dienst der Waldbauernfamilien am Tshuapafluss.Allzuoft schiesst er eignes Geld zu,das er nicht hat... Deshalb wollen wir wenigstens 1 kl. Beitrag leisten.
    • 100%
      finanziert
    • 400 EUR
      Gesamtbedarf
  • Bankgebühren Kongo

    Die Projektgelder werden auf ein Konto in Kinshasa überweisen. Es fallen Gebühren von Bank und Staat an.
    • 100%
      finanziert
    • 5 EUR
      Gesamtbedarf
  • Dokumentation und Kommunikation

    Die Waldbauernselbsthilfeorganisation möchte ihre Arbeit dokumentieren und Berichte anfertigen-als Nachweis für Unterstützer in Deutschland, auch zur Ermutigung vergleichbarer Projekte. Internet, wenn auch teuer und langsam, gibt es in Ikela,Bokungu.
    • 100%
      finanziert
    • 200 EUR
      Gesamtbedarf
  • Transport Kinshasa - Ikela

    Da Schubschiffe auf dem Tshuapa - Fluss unzuverlässig sind und Ikela höchstens 1- 2 mal im Jahr erreichen, soll die Säge aus der Hauptstadt eingeflogen werden. Transportflugzeuge und solche internationaler Organisationen landen auf der Regenwaldpiste
    • 100%
      finanziert
    • 100 EUR
      Gesamtbedarf
  • Schleifmittel für die Kette

    Die Säge muss wie die Menschen Schwerstarbeit verrichten. Daher muss die Kette von Zeit zu Zeit geschliffen werden.
    • 100%
      finanziert
    • 200 EUR
      Gesamtbedarf
  • Profi - Motorsäge mit Zubehör (Kinshasa Fachandel)

    Für die Brücken aus langlebigem Hartholz müssen in einiger Entfernung zum Fluss grosse Bäume gefällt, Stämme zugeschnitten werden. Anschliessend werden sie von Hand gezogen und eingepasst. Damit die 7 Brücken gebaut werden können,braucht es Qualität.
    • 100%
      finanziert
    • 2.200 EUR
      Gesamtbedarf
Blog-Beiträge
  • Veröffentlicht am 13 Juli 2017, 14:39 Uhr

    update: aktuell Bilder nur direkt auf der betterplace - Projektseite

    Wie es aussieht, funktionieren die Bildergalerien auf meine-hilf-zaehlt.de zur Zeit nicht. Mit jeweiligem Text sind alle Bilder, auch die neuen zum Projektfortschritt, sehr schön auf betterplace.org zu sehen, direkt unter der Projektbeschreibung: https://www.betterplace.org/de/projects/48224-brucken-bauen-im-regenwald  .
  • Veröffentlicht am 12 Juli 2017, 18:36 Uhr

    Neuigkeiten von den 7-Brücken im Regenwald

    Roger Enyeka hat neue Bilder geschickt (s. Galerie): die zweite Brücke ist in Fertigstellung - unter enormer Eigenleistung der lokalen Bevölkerung. Die Motorsäge leistet gute Dienste beim Fällen und Herstellen der mächtigen Bohlen für die Flussüberquerung. Dank des "gardien de la forêt" / "Wächter des Waldes" aus dem Regenwald - mobil - Projekt kann der Projektleiter die Arbeiten vor Ort eng begleiten. Gleichzeitig unterstützt er mit seiner Waldbauernselbsthilfe verschiedene andere Projekte wie den Krankenhausbau des Regenwaldpfarrers Josef Aicher in Yaloya, den Wiederaufbau einer kriegsbeschädigten Vorschule in Itafa oder den Neubau der einsturzgefährdeten Kirche der Gemeinschaft des Dorfes Ene. Es gibt viel zu tun... Allen herzlichen Dank, die diesen Einsatz ermöglichen. Wer weiter die Menschen im Kongo - Regenwald unterstützen möchte, kann dies über unsere aktuellen Projekte tun: Einführung von bäuerlicher Imkerei  (Projektnummer 51888) oder Schulbankprogramm: http://www.meine-hilfe-zaehlt.de/Kategorie/Projekt/Elefantenfuss+-+Schulb%C3%A4nke+f%C3%BCr+Entwicklung+im+Regenwald/50785/  
  • Veröffentlicht am 13 Dezember 2016, 16:50 Uhr

    Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

    Mit dem letzten Teilbetrag ist die Finanzierung vollständig und das Brückenbauprojekt kann in die Tat umgesetzt werden. Gesichert sind auch die Transportkosten in den Regenwald, sowie die für den Start benötigten Mittel. Der unermüdliche und eherenamtliche Projektleiter erhält einen Zuschuss zu seinen Kosten und für die Kommunikation/Dokumentation, so dass er über den Projektverlauf im Regenwald berichten kann. Für die Waldbauernfamilien in den entlegenen Dörfern ist der Beitrag aus Deutschland ein starkes Zeichen der Ermutigung. Hilfe zur Selbsthilfe. Herzlichen Dank allen Unterstützern!  Es wurden 1.010,00 € Spendengelder für folgende Bedarfe beantragt:
    Profi - Motorsäge mit Zubehör (Kinshasa Fachandel) 105,00 €
    Schleifmittel für die Kette 200,00 €
    Transport Kinshasa - Ikela 100,00 €
    Dokumentation und Kommunikation 200,00 €
    Reisekostenbeitrag Pojektleiter (Kinshasa - Ikela) 400,00 €
    Bankgebühren Kongo 5,00 €
  • Veröffentlicht am 6 Dezember 2016, 14:34 Uhr

    Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

    Der Teilbetrag dient der Anschaffung einer Profi - Motorsäge. Sie wird im Fachhandel in der kongolesischen Hautpstadt Kinshasa gekauft und dann in die Regenwaldgemeinden im Tshuapagebiet verschifft, wo die sieben Brücken gebaut werden. Sie wird helfen, die Hartholzstämme zu gewinnen und zu bearbeiten, damit die Brücken von Dauer sind und viele Jahre halten. Für die Waldbauern und die Säger ist dies eine riesige Erleichterung: bisher müssen die Stämme in Schwerstarbeit von Hand gefällt und gesägt werden. Das Hilfsmittel wird die Verbesserung der Handelswege für ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse enorm beschleunigen. Für die weiteren Kosten des Brückenbaus wie Treibstoff, Verpflegung, Werkzeuge, Unterhalt kommen die örtlichen Gemeinschaften selber auf. Es wurden 530,00 € Spendengelder für folgende Bedarfe beantragt:Profi - Motorsäge mit Zubehör (Kinshasa Fachandel) 530,00 €
  • Veröffentlicht am 1 Dezember 2016, 11:34 Uhr

    Herzlichen Dank allen Brückenbauern und Regenwaldschützern!

    Herzlichen Dank allen Brückenbauern und Regenwaldschützern! Die Finanzierung ist gesichert. In Kinshasa sitzt der Projektleiter Roger Enyeka "auf glühenden" Kohlen. Er will schnellst möglich zurück aus der Hauptstadt in den Tshuapa - Regenwald: natürlich nur mit Motorsäge.... Am Mokobe - Fluss warten die Dorfgemeinschaften sehnsüchtig darauf, dass es mit dem Brückenbau losgehen kann. Die Unterstützung aus der Region Trier wird dafür sorgen, dass sie ihre Lebenssituation bald wesentlich verbessern: die Waldbauernfamilien können ihre Erzeugnisse schneller und leichter auf die Märkte bringen, auf sicheren Brücken, ohne die teuren Fährgebühren zu bezahlen. Die Händler mit den Waren aus den Städten werden nun öfter und zahlreicher die Dörfer besuchen. Die Preise für Werkzeug, Kleidung, Schulmaterial, Medikamente, etc. werden sinken. Und wenn die Waldbauern ihr Auskommen haben, überlebt auch der Wald. Denn sie sind seine Bewahrer. regenwald.leben.mensch 
  • Veröffentlicht am 29 November 2016, 18:19 Uhr

    Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

    Weihnachtsmarkt am  26./27.11. in der Losheimer Eisenbahnhalle. Mit Kongo-Ausstellung. Sehen wir uns? Nach der Teilnahme an der COP22 Klimaschutzkonferenz als Botschafter und Anwalt für den Naturpark Tshuapa - Regenwald ist der Projektleiter Roger Enyeka wieder gut zurück in Kinshasa und möchte das Brückenbau - Projekt voranbringen. Der nächste Schritt ist der Kauf der Motorsäge in der Hauptstadt und die Verschiffung nach Ikela. In Bälde möchte Roger aufbrechen zu den Gemeinschaften im Regenwald, um diese beim Brückenbau zu unterstützen. Die restlichen 17 % Finanzierung kommen sicher auch noch dieses Jahr zusammen!? Unsere Freunde, die Regenwaldbauern, würden sich freuen. Herzlichen Dank schon mal an alle Unterstützer! Es wurden 1.155,00 € Spendengelder für folgende Bedarfe beantragt:Profi - Motorsäge mit Zubehör (Kinshasa Fachandel) 1.155,00 €
  • Veröffentlicht am 8 November 2016, 16:03 Uhr

    Für diese Bedarfe habe ich eine (Teil-)Auszahlung veranlasst:

    Ab Montag 7.11., 9:00 h werden alle Spenden bis 200 EUR verdoppelt. Solange bis der Pool leer ist. Wäre doch schon, wenn die Aktion unseren Projekten einen kräftigen Schub geben könnte: das Buch Ende Jahr in Druck gehen und im Neuen Jahr dann in den Schulen und Dörfern des Nkole - Volkes im Regenwald ankommen könnte!? Und die Dorfgemeinschaften mit dem Bau der Brücken loslegen könnten. Herzliche Einladung :) *Spenden über http://www.meine-hilfe-zaehlt.de Unsere Projektnummern:  48224 (Brückenbau) und 22881 (Buchprojekt Nkole - Volk)  .  Unsere Partner sitzen unterdessen nicht untätig herum: z.B. beim Brückenprojekt haben sie Versammlungen organisiert um die Arbeiten gut zu planen und die notwendigen nicht unbeträchtlichen Eigenmittel zusammen zu bekommen.  In der Hauptstadt Kinshasa haben sie Angebote eingholt für die Motorsäge und Vorbereitungen für deren Transport getroffen. Die Teilzahlung dient der Unterstützung des Kaufes der Motorsäge. Es wurden 410,00 € Spendengelder für folgende Bedarfe beantragt:Profi - Motorsäge mit Zubehör (Kinshasa Fachandel) 410,00 €
  • Veröffentlicht am 26 Oktober 2016, 00:20 Uhr

    Neues aus dem Regenwald

    Projektleiter und Gründer der Selbsthilfevereinigung "Freund des Bauern" Roger Enyeka meldet sich über facebook aus der Regenwaldmetropole Ikela, ehemalige Bischofsstadt mit Internet- und Telefonanschluss. Er ist zurück von einem Besuch der Dörfer, die mit dem Bau von stabilen und dauerhaften Holz - Brücken ihre Isolation in dem flussreichen Gebiet überwinden und ihre wirtschaftliche Kraft stärken wollen. Versammlungen und Gespräche dienen der Vorbereitung, dem Aufbau der Arbeitsorganisation und der nachhaltigen Verankerung in den örtlichen Gemeinschaften. Die Waldbauern sind sehr motiviert und freuen sich, dass Menschen aus Deutschland sie in ihrer Selbsthilfe unterstützen. Leider sitzt Roger Enyeka in Ikela fest: ihm sind die Reisemittel ausgegangen, die er privat finanziert. Zu allem Unglück ist seine Frau schwer erkrankt in der Hauptstadt Kinshasa und eine Mauer des Familienhauses in Bokungu beschädigt durch das dringend reparaturbedürftige Palmstroh - Dach. Spenden für den Bedarf "Reisekosten" (Motorradmiete, Chauffeur, Treibstoff, Verpflegung, etc.) könnten  Roger Enyeka wieder flott machen und ihn bei seinen Vorleistungen entlasten. Herzliche Bitte um Unterstützung!
  • Veröffentlicht am 29 September 2016, 11:11 Uhr

    Zurück im Internet

    Gerade zurück aus unseren alljährlichen Internet - Ferien haben wir den schönen Volksfreundartikel und die ersten Spenden vorgefunden. Wir freuen uns sehr und gehen mit neuem Elan wieder ans Werk. Herzlichen Dank für alle Unterstützung - auch im Namen unserer Partner im Kongo - Regenwald! PS: auf betterplace.org gibt es weitere Infos zum Projekt in der Bildergalerie mit kurzen Bildbeschreibungen:  https://www.betterplace.org/de/projects/48224-brucken-bauen-im-regenwald#
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W. Leinen

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konga - Freundeskreis Tshuapa e.V.
Der "Konga - Freundeskreis Tshuapa e.V.", kurz Konga e.V., versteht sich als Partner lokaler Selbshilfeorganisationen am Tshuapa in der Equateur-Provinz der Demokratischen Republik Kongo. Der "Konga e.V." bietet diesen ein Forum in der deutschen Gesellschaft und eine Plattform zum gegenseitigen Austausch. Er berät, begleitet und unterstützt ihre ... mehr
Web: www.konga-ev.de
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