Projektnummer: 76376
Veröffentlicht am: 13 Januar 2020

Erbil, Irak

Traumatisiert, der Familie entfremdet Befreite Jesidinnen schützen!

  • 55%
    finanziert
  • 4.400 EUR
    fehlen noch
  • 21
    Unterstützer
Auch fünfeinhalb Jahre nach der massenhaften Verschleppung jesidischer Mädchen und Frauen durch IS-Terroristen kommen immer noch junge Jesidinnen in den Flüchtlingslagern in Kurdistan/Nordirak an. Ihre Verwandten haben zigtausende Dollar für ihren Freikauf bezahlt, um sie wieder in den Schoß ihrer Familie aufzunehmen. Diejenigen, die jetzt erst befreit werden, sind so wie fast alle Frauen und Mädchen, die von IS-Kämpfern mehrfach vergewaltigt und misshandelt worden waren, auch im höchsten Maße traumatisiert, und doch sind sie anders als die, die vor zwei oder drei Jahren befreit wurden. Sie sind freigekommen, weil der IS bei Mossul geschlagen und viele IS-Kämpfer festgenommen wurden. Wenn Sie über ihr Schicksal berichten, so beschränken sich ihre Schilderungen über Gewalt hauptsächlich auf das erste Jahr ihrer Gefangenschaft; doch dann hatten sie Kinder bekommen, sie waren nach Zwang, Gewalt und Gehirnwäsche zum Islam übergetreten und damit veränderten sich auch viele IS-Väter. Wenn diese Frauen heute über die letzten Jahre ihrer Gefangenschaft berichten, dann zeigt sich der Erfolg der Gehirnwäsche: Die Jesiden werden offen als Ungläubige bezeichnet, das Leben mit den IS-Kämpfern als normale Ehe.

Die Lagerleitungen wissen um dieses Phänomen und sie bemühen sich, die Traumatisierten psychologisch zu betreuen und mit Unterstützung ihrer Verwandten sie wieder in die jesidische Gesellschaft einzugliedern. Doch das Leben in den Lagern ist eintönig, der Alltag ohne besondere Anreize. Das haben Vermittlungsorganisationen erkannt, die zunehmend in den Lagern die neuen Flüchtlingsfrauen ansprechen und für die Teilnahme an einer Reha-Maßnahme in dem etwa 300 km entfernten Suleymania werben, wo sie neben der Therapie auch an attraktiven Freizeitaktivitäten teilnehmen können und zudem eine finanzielle Sonderförderung erhielten. Und einige haben an dieser Reha teilgenommen und waren danach in und mit der Familie unglücklich; sie waren ihren Familien völlig entfremdet. Auf Nachfragen erzählten sie, dass Ärzte und Psychologen es ganz wesentlich darauf abgesehen hatten, sie davon zu überzeugen, dass das Leben in der IS-Familie nicht schlecht war; sie Verantwortung für die IS-Familie und auch gegenüber dem Islam hätten, da sie ja nun Musliminnen seien. Unsicherheit bei den jungen Frauen, Vorwurf der Undankbarkeit und Enttäuschung bei den jesidischen Angehörigen.

Eine kleine IGFM-Gruppe in Kurdistan, mit dabei die Jesidin Ikhlas, die das gesamte Retraumatisierungprogramm der Landes Baden-Württemberg durchlaufen hat und heute so wie Nadja Murad, Shirin und wenige andere öffentlich für das Programm werben. Die größte Zahl der traumatisierten ehemaligen IS-Opfer hat keine Chance, an einem Retraumatisierungsprogramm teilzunehmen, doch sie in ihrem Leid und Islamisten zu belassen, ist die gefährlichste aller möglichen Lösungen. Darum unterstützt die IGFM Ikhlas, die in den Lagern mit diesen extrem gefährdeten IS-Opfern sprechen wird und Zusammenarbeit mit den Lagernleitern kleine Gruppen zusammenstellen will, die an Ort und Stelle eine Sonderförderung durch ordentliche Psychologen erhalten werden.
Was benötigt wird
  • Befreite Jesidinnen schützen

    Bildung von 5 Gruppen à 4 Frauen, die vier Monate durch von der IGFM bzw. den Lagerleitern ausgesuchten Fachpsychologen intensiv behandelt werden. Kosten insgesamt 10.000 €. Das entspricht 2000 € pro Gruppe respektive 50 € pro Frau/Monat
    • 56%
      finanziert
    • 9.999 EUR
      Gesamtbedarf
    • 4.400 EUR
      fehlen noch
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Die IGFM ist eine Menschenrechtsorganisation, die 1972 in Frankfurt am Main gegründet wurde. Sie unterstützt Menschen, die sich gewaltlos für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihren Ländern einsetzen oder die verfolgt werden, weil sie ihre Rechte einfordern. Nach Auffassung der IGFM sind nach dem Recht auf Leben und Sicherheit der ... mehr
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